Archiv für Juli 2011

hmpf

schlecht drauf udn unmotiviert. Keine Lust zu schreiben. Erlebt was! Bis die Tage dann.

Pläne und Träume – alte Traumtänzerin

Große Kontroverse. Ist es okay einen Jungen nach seinem Ausweis zu fragen der mittags um zwöf unter der Woche mit einem Bier in der Hand rumläuft und aussieht wie elf? Ich denk ja. Manche sagen nein. Ich frage sie warum. „Erziehung ist Sache der Eltern, …was wenn er bewaffnet wäre, ….du warst doch auch mal jung.“ Et cetera et cetera.

Ja, ich war auch mal „jung“ – bin ich immernoch. Kann mich noch gut dran erinnern, wie ich mit Anfang 13 mal eine Kippe schnorren wollte und ein abfälliges „nein, du bist ja noch n Kind“ geerntet hab. Das hat mich nicht vom Rauchen abgehalten, aber mir doch erstmal nen Dämpfer verpasst und so schnell hab ich keinen Erwachsenen mehr angesprochen, denn so cool wie ich fand der es anscheinend nicht, dass ich rauche. Und natürlich ist Erziehung Sache der Eltern, aber leider ist es doch so, dass es manchem egal ist mancher überfordert ist. Udn wenn man nur Interesse am Leben des Kindes zeigt ist das doch ein erster Schritt. „Hey, du bist nicht egal“. Leider hab ich zu wenig Angst vor Kindern als dass ich mir Sorgen um Waffen machen täte. Ich denke, wenn ich nicht maßregelnd auftrete sondern ehrliches Interesse zeige, dann ist die Gefahr nicht so hoch. Mag naiv sein, ja.

Übernehmen wir zuwenig Verantworzung für unsere Mitmenschen? Sei es nun sich um trinkende Kinder zu kümmern, bei der Oma nebenan die man schon lang nicht mehr gesehen hat zu klingeln und zu fragen ob alles okay ist? So sehr ich es auch unterstütze Geld zu spenden – tu ich auch, habe ein Patenkind in Pakistan – was ist mit den Menschen um uns herum? Machen wir es uns zu einfach indem wir quasi anonym Geld überweisen und uns aber vor der Haustür vor der Verantwortung drücken?

Ich habe einen Plan für die nächsten Jahre, erst die Ausbildung zur Suchthelferin udn dann raus in die Welt und Perpektiven schaffen für Kinder und Jugendliche. Ich treffe derzeit viele Menschen, alt udn jung., die nicht wissen was sie machen sollen. Hobbies, Freizeit, Beruf, wozu das alles hier? Freie Zeit haben sie, aber keinen Plan was zu tun. Es scheint, als würde alles Geld kosten. Udn davon haben die wenigsten zuviel. Also was tun? Dazu möchte ich ein Netzwerk aufbauen von Menschen, die Ideen haben, Lust am Leben udn Freude daran diese Energie weiterzugeben. Wer will kann sich melden, ich habe momentan nur eine Idee. Keinen Pfennig Geld und den festen Willen, die Welt ein klein wenig besser zu machen. Vielleicht geht es ja irgendwem genauso.

Pro-Test!

Jetzt war ich fast einen ganzen Tag lang ein Mensch ohne Facebookpersönlichkeit. Account gelöscht, alles weg. Keine Freunde mehr, keine News. Abgeschnitten von der Welt. Da kam Herr Zuckerberg meinem virtuellen Selbstmord zuvor, Mist. Nicht mal dafür hab ich Zeit.

Jetzt kratze ich die Spuren der Vergangenheit zusammen und starte neu durch. Uah wie pathetisch. Hat den Vorteil, noch nicht bei allen ausgeblendet zu sein ;) Ich könnte mir ja vorstellen, dass dem ein oder anderen meine Posting auf den Wecker gehen. Kann ja jeder sehen wie er/ sie / es will.

Wer ist man denn heutzutuage ohne Account? Den Versuch hab ich ja letztes Jahr schon erfolgreich gestartet. Nachts um 4 aufgewacht und alle Accounts auf sämtlichen Plattformen gelöscht – geht ja bei manchen gar nicht so einfach. Udn dann… bekommt man ne SMS „ich feier Geburtstag, näheres auf Lokalisten“. Parties, Konzerte, Veranstaltungen gingen an mit vorbei. Zu dem Zeitpunkt nicht schlimm, da hat mich die Aussenwelt eh nicht interessiert. Aber nichts anderes hatte ich erwartet. Also doch wieder eingeschlichen – mit Alter Ego. Das hat mich jetzt eingeholt. Aber es ist schon fast wieder hergestellt. Fick dich Facebook! :)

Gestern auf einer sehr guten Veranstaltung gewesen, „Nerd Nite“, klasse Beiträge zu Protest in München, die Formen des Protest und haha, die MVV-Blitzer App, sehr geil. Eine sehr schöne Ansprache die mich hat träumen lassen. Weg von den punktuellen Protesten hin zum großen Ganzen. Ja, man. Immernoch eine Kugel, eine Welt, viele Menschen, die die selben Grundbedürfnisse haben. Und ein paar wenige die mehr wollen. Mehr Materielles, mehr Macht. Diese elendige Maßlosigkeit. Mehr, mehr, mehr. Nicht umsonst steht auf meinem Arm „enough!“ So ein schönes Wort. Ganz klein mit ganz großer Bedeutung. War schön zu sehen, dass so viele Leute da waren.

Es würde ja echt den Rahmen sprengen wenn ich jeden geistigen Dünnschiß dieser Welt kommentieren würde. Das kann man ja in Echtzeit dann auf haha Facebook verfolgen. Es würde mich auch einfach nur sauer machen, es immer und immer wieder auszuführen. Da bekomm ich gleich nervöses Augenzucken.

Udn immer wieder diese leidige Argumentation die Menschen würden aufhören zu arbeiten wenn das BGE eingeführt würde. Sicher würde ich öfter in der Sonne liegen, das genieße ich gerade sehr – Woche zwei des Urlaubs. Aber die Zeit die ich habe, nutze ich zum Kontakt mit Menschen. Ich dränge keinem meine Hilfe auf. Jemand dem ich gerne was gutes tun würde melde sich derzeit nicht. Andere freuen sich über Gesellschaft. Ich würde so gerne so viel mehr mit Menschen arbeiten. Nicht nur als Dienstleister wie momentan. Ich bin gespannt, was aus meinen Ideen und „Plänen“ wird. Pläne in Anführungsstrichen, weil ich keinen konkreten Plan habe, wer weiß schon wann hier alles zusammenbricht und sich neu ordnet. Ich bin da und gespannt.

Hab den Tag wieder mit Milchekaffee und News begonnen. Jetzt Nackenschmerzen vom Kopfschütteln. Was muss denn noch alles passieren, dass Ottonormalo kapiert, dass „da kann man eh nix machen“ nur eine Ausrede ist und endlich schaut, dass er den Arsch hochbekommt.

Udn wisst ihr was? Heut bin ich mal faul. Denk ich. Mal sehen, was passiert.

Ach ja, beschleunigen wir das Ganze: Räumt eure Konten leer. Jetzt!

Es ist passiert.

Wow, die letzten paar Tage waren spannend, schön und aufregend. Erst die Hochzeit. Vikingerhochzeit. Gar nicht meine Welt, also überhaupt nicht. Aber meine Schulfreundin R. lebt so und das respektiere ich. Ich war ja eher skeptisch, ob ne Hochzeit denn sein muss und ob und ausserdem. Aber während der Zeremonie waren die Zweifel dann weg. Zwei Menschen die sich lieben und sich nach so langer Zeit so schöne Worte zu sagen haben, dass beide weinen… Ich gönne es ihr von Herzen. Und ich bin froh, dass sie wirklich glücklich ist. Es läuft eben manchmal alles wie es soll. Das sind dann die Momente an die man sich in weniger guten Zeiten besinnen sollte. Und nicht den Mut verlieren, dass Leben auch mal an schlechten Tagen zu nehmen wie es ist.

Habe Menschen getroffen die ich sehr gerne mag, lange nicht gesehen und daher um so schöner. Und neue, tolle Menschen kennengelernt. Auf jeden Fall unglaublich viel gelacht. Alte Zeiten rausgekramt, noch mehr gelacht. Zwei Tage gefeiert, dann heimwärts gefahren. Um zwölf dann im Auto eine Geburtstagszigarette geraucht, es lief Freestyle im Radio, der Mond war halbvoll, riesengroß und orange.

Zurück in München wollteich feiern mit Freunden. Aber als ich ankam und sie anrief war doch schon reichlich Alk geflossen und mir verging die Lust auf über riechende Kneipe und Gelalle. Also heimwärts. Letzter Bus, fein. Am Ehrentag dann der Vorschlaghammer der Müdigkeit. Aber ewig schlafen wollt ich auch nicht, hatte ja viel vor. Hat dann aber nix geklappt :) So soll’s sein. Mit meinem lieben A. und meiner lieben K. rum“gestromert“ – dieses Wort habe ich jetzt 30 Jahre nicht gehört und in den letzten Monaten schon drei Mal. Immer diese Trendworte. Erstmal Katerpflege, keine Sorge nicht meinen. Nurse Aihal kann auch an ihrem Geburtstag nett und verständnisvoll sein. Jaha. Weiter auf’s Tollwood, mich selbst fürchterlich beschenkt. Dann am Berg gesessen udn das Spektakel von oben betrachtet, die Sonne fiel durch die Wolken, es wurde langsam finster. Udn dann brach das Unwetter herein. Haben uns noch mit K.’s Papa und Frau getroffen, auch ewig nicht gesehen, man war das eine Freude. Ein toller Tag, nette Menschen, Sonne und Regen. Später ncoh die letzte Stunde im Flex. Naja, eher 10 Minuten. Da stinkts! Nichtrauchen in Kneipen ist ätzend. N. war da. Umarmung und weg. Einfach nicht mehr meine Welt. Aber den Beweis dafür brauch ich dennoch ab und an.

Schlußendlich kalte Dusche und ab ins Bett. Ich habe alle Nachrichten erstmal abprallen lassen und werde mich ab heute wieder dem Weltgeschehen widmen. Wobei ich mir ab liebsten mein Cape umschnallen würde und die ganzen Idioten einfach auf ne Insel die demnächst überspült wird abschieben möchte. Aber jetzt erstmal noch ne Woche Urlaub. Und nichts zu tun. Nada. Wie herrlich. Und: seit der Hochzeit bin ich von Thor gesegnet, yiah!

Logbuch Tag 2+3 Zusammenfassung

Ja, so ein Sozialstress die letzten Tage.

Ich werd derzeit jeden Morgen von dem berühmt-berüchtigten Weckervogel aus dem Bett geworfen. Was erstaunlich ist, denn Nachts kann die Welt untergehen und ich merk nix. Aber ab fünf ist dann Schluß mit REM. Schade auch.

Ich war gestern mit A. essen und wir saßen so an der Hackerbrücke bei nem ziemlich unfreundlichen Italiener, der noch dazu die schönen Kastanien mit einem furchtbar künstlichen Grün ausgeleuchtet hat – grün macht’s essen nicht attraktiver… Aber auf der anderen Strassenseite stand ein einsames Aufzughäuserl. Mit Antenne oben drauf. Und aus unserem Blickwinkel sah es auch als würde auf dem Häuserl noch ein Kreuz prangen. „Instant Church – insert human being“ Sah sehr skuril aus, entpuppte sich aber als Täuschung bei näherer Betrachtung. Schade hätte ich euch gern gezeigt.

Am Tollwood war ich mit K und Baby. Mei, ich bin verliebt. So ein schnuckeliger Fratz. Und so groß! Wir zwei haben uns auch ganz gut verstanden, vor allem als er dann festgestellt hat, dass man sich zwar an meinen Armen hochziehen kann die Haare sich aber zum festhalten echt besser eignen. Ich hab ausgschaut danach. Meisterfrisör M.
Es war so schön ihn rumzutragen und seine Neugier mitzuerleben. Da! Noch ein Kind! Ein Hund! In welche Richtung schau ich jetzt zuerst?! Soviel zu sehen. Ja, genau! Soviel zu sehen. Man muss nur die Augen aufmachen.

Gestern dann wieder um halb sechs aus dem Bett gefallen. Milchkaffee, Nachrichten. Schlimm. bringt mich aber nicht runter, heizt mich auf. Man ich weiß gar nicht wohin mit meiner Energie. So viele Ideen und so wenig Zeit. Musste dann erstaml auf’s Rennrad und raus in die Pampa. Schnell. Am dekandenten Golfplatz Pause gemacht und mich ganz an den Rand gesetzt um beobachten zu können. Und siehe da: Mir gegenüber hat eine Wespe unterm Tisch angefangen ein Nest zu bauen. Revolution von unten, yeah! heimlich ein Photo gemacht, leider unschaft. Aber ich wollte ja nicht dass es wer entdeckt. Weiter zu den Ziegen nach Hofolding. Die sind so lieb. Da wurd ich dann von einem riesigen roten Käfer verfolgt, ohne Scheiß. bestimmt 300m weit. Komischer Kauz. Fette Libellen, Hühner, Enten und irgendwas das aussah wie ne Puten-Ente. Bilder folgen. Ziege gestreichelt und schon wieder besser drauf. Also zurück und ab in die Stadt. Da schließt sich der Kreis zum unfreundlichen Italiener.

So, jetzt geh ich Frühstücken. Dann werd ich schaun was ich für meine Ex-Chefin machen kann , dann: Jungesellinenabschied – Hochzeit – Geburtastag von K. – dann ich – und dann kommt die Woche Urlaub mit nix tun. Haha, genau. Schaff ich eh nicht ;)

Logbuch Tag eins

Urlaubstag #2, Milchkaffe, TAZ, und müde.

Gestern bin ich mal wieder durch München strawanzt. Haidhausen, Isar, E-Garten, Laim, Westend, Schwanthelerhoehe, Theresienwiese. Da kannst aber glauben, dass ich einiges gesehen hab. Angefangen hab ich im Venezia. Ich werd ja gleich 30 und dacht mir, was Bridged Jones kann kann ich noch besser und wollt den Tag mit einem Spaghetti-Eis zum Frühstück beginnen… Kam mir dann doch wenig zielführend vor, also bliebs beim Milchkaffee. Hab die Leute beobachtet, irrsinniges Treiben um halb zehn. Mit meiner lieben Mam telefoniert, Warnungen vor der Sonne bekommen, trotzdem zur Isar in dem festen Glauben, mein langärmliges Shirt würde mich vor selbiger schützen. Leider die kuze Hose und den Nacken vergessen. Entschuldigung. Auf dem Weg zur Isar noch an meinem Lieblings „Buchladen“ vorbei. In der Lothringerstrasse gibt es einen Laden, der hat einen Blumenkasten draussen voll mit Büchern, da kann man sich was aussuchen udn dann soviel Geld einwerfen wie es einem Wert ist. Hab zwei gefunden, zu den anderen zwei in die Tasche gesteckt und bin weiter. Hat sich so viel verändert da. Und trotzdem fühl ich mich daheim.

Keine Wehmut, heute Urlaub, Sonne, Entspannung.

Stundenland an der Isar gelegen und gelesen. Eine Entenmama kam mit ihren zwei Kiddies angeschwommen, wollte gerade bei mir aus dem Wasser – ich natürlich Foto gemacht – als sie wie wild das zetern anfängt. Dachte, oh weh, hab ich sie geärgert wegen Recht am Bild und so. Ne, war der Hund hinter mir… Mit lautem gequake ans andere Ufer. Quietschende Teenies haben mich dann gefragt „Koennen sie ein Photo von uns machen“ hmpf, na klar. Mir war nicht klar, dass ich schon so erwachsen wirke…

Aufbruch. Über die Stoenerbrücke – auf der Pärchen wohl Schloesser als Zeichen ihrer Verbundenheit hinterlassen – Richtung Lehel. Kam zur Versicherungskammer und hab mir die Ausstellung „Berlin Zeichnet“ angesehen, woah. Sehenswert. Klein aber fein. Und umsonst. Sehr inspirierend.

Weiter durch Lehel, so schick ist des fei ned. Ziemlich kaputt mancherorts. Aber so sympathisch, wird’s aber nimmer lang sein, nehm ich an. Zwischendrin das Lehel-Carree – ja toller Glasbau und so einsam und verlassen. Büros zu vermieten, sowas. Weiter zu den Surfern, immer wieder schoen. Diesmal nicht den gewohnten Gang durch den E-Garten. Am Haus der Kunst vorbei, 1 hinter mir gelassen. Und am Teehaus gelandet. Meine Güte! Da war ich vor über 20 Jahren mit meiner Tante und habe – für meine damaligen Geschmacksknospen – fürchterlichen Tee getrunken. Hatte leider nicht offen, aber dafür gab’s viele Voegel. Schoene Enten, Gänse und dazwischen eine Krähe. Die wollte nämlich auch baden. Ganz aufgeplustert stand sie so am Rand und unter Protest der Ente hat sie es dann doch gewagt. Lustiges Schauspiel. Und Gänsebabies!! Lohnt sich hinzugehen und es sich einfach in aller Ruhe anzusehen. Noch ein paar schimmernde Federn eingesammelt und weiter. An einem Baumstamm vorbei, den schon viele sich die ewige Liebe versprechende Menschen genutzt haben… Ob sich da manch einer oefter verewigt hat in unsere Singlehauptstadt?

Dann der rettende Anruf von A. Er ist zu Hause, bene. Hin und Akku laden, zu viele Fotos gemacht. Quatschen. Kennt ihr „into the wild“? Es ist nämlich schon so, dass ich mir manches Mal jemanden wünsche mit dem ich durch München streifen kann und all die Eindrücke teilen. Auch wenn ich es jetzt aufschreibe, ist es doch nur ein Bruchteil dessen was da draussen alles passiert.

Abends Richtung Gruppe gefahren. Bin ab Laimer Platz gelaufen. Auch weil ich noch jemanden besuchen wollte, der mir viel bedeutet. Meine Ex-Chefin nämlich. Kurios in Zeiten wie diesen, gell. Eine unglaublich liebe Frau, schwer krank. Da ich ihre Nummer nicht mehr hatte und sie seit Jahren nicht gesehen hab, bin ich einfach vorbei, hab geklingelt und eine riesen Freude hat mich empfangen. Es tut sehr weh zu sehen, wie die Krankheit und die Sorge sie gezeichnet haben. Dieser Staat ist so undankbar. Sozialhilfe für jemanden der ständig gearbeitet hat, und quasi unverschuldet pleite gegangen ist. Werde sie die Woche nochmal besuchen und sehen was ich für sie tun kann. Sicher nichts finanzielles aber Hilfe geht auch anders.

Ab Frühling werde ich meinen Suchhelferinnen Lehrgang beginnen, ich freu mich so. Eine so sinnvolle Aufgabe, man bin ich dankbar. Mir und all den Menschen die mir im letzen Jahr eine Stütze waren und es immer noch sind. Und das Freunde der Spaßgesellschaft werde ich in angemessener Form zurückgeben. Versprochen.

Später bin ich von der Westendstrasse zur Wiesn gelaufen. Mensch, den Strassenstrich hatte ich ja voellig ausgeblendet. Wurde giftig angesehen. Schnell weg. Feierwerk. Viele bunte Erinnerungen. Da hab ich dem Eddy auf die Schuhe gekotzt. Das ist eine von den weniger schoenen. Dafür nach zehn Jahren präsent wie nie, komisch. Ist es nicht erstaunlich, dass die MGS – Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung – einen Riesenbau mitten auf das Gelände platziert? Weiter, es dämmert langsam, ist ja schon halb zehn. Dieses furchtbar sterile Viertel rund um die Schwanthaler Hoehe. Es ist ekelhaft. Leerstand in den Büros. Und dahinter die Wohnsilos. Einer sieht aus wie der andere. Die riesen Mondsichel über allem. Runter zur Wiesn. So eine Ruhe und der warme Sommerwind streichelt mich. Neben mir immer noch die Sichel. Meine Begleiterin für den Moment. Blumentopf in den Ohren habe ich den Drang zu tanzen, tu ich dann auch. Durch die Nacht und die Ruhe. Geniesse die Erinnerungen an den Tag und fall schliesslich hundemüde in meine Sofakule bei A.

Das war Tag eins.