Wenig Worte zum Abend

Tja, an manchen Tagen kommt’s anders als man denkt.

Heute kurz, nachdem ich die letzten Tage auch schon so schweigsam war… spät heimkommen und tagsüber komm ich von meinem Cape nicht weg. Vielleicht sollte ich doch lieber twittern… ;)

Sonntag war ein wirklich tolles Treffen, viele verschiedene Menschen, viele Themen. Und doch wollen wir zusammen was starten, find ich ganz große klasse. Freu mich auf die Arbeit. Wird sicher sehr spannend. Aber mehr will ich noch nicht rausposaunen.

Was aber jeder von euch machen kann: Die Orte kenntlich machen, die wegsaniert werden sollen. Wie, bleibt euch überlassen… will ja keinen zu was anstiften.

Dienstag dann der Trauermarsch zur 7. Hab extra ne Laterne gebastelt, man das hab ich seit hundert Jahren nicht mehr gemacht, was ein Spaß. Die Veranstaltung war echt schön. Wenn auch nicht mehr so viele Leute wie vor n paar Wochen da waren. Nachdem das Konzert mit dem „Rauch-Haus-Song“ zu Ende ging – den wir freillich mitgesungen haben, aus vollster Stimme – sind wir auf dem kurzen Weg in die Feilitzstrasse. Dort war ich dann vor der 7 gestanden, wurde angesprochen von einem netten Mann. Wir haben uns lange unterhalten über die Situation in München und das Weltgeschehen im Allgemeinen. Er hat mir von seinem Job im Krankenhaus erzählt und den Umständen. Erstaunlich war, dass er Inder ist. Und besser Bescheid wusste als so mancher Münchner, der sich jetzt über den Abriss in der tz auslässt.

Ich will keine Saufkneipe retten, ich will eine Stadt retten. Ich bin für Freiräume, für dreckige Orte, für Gemeinschaft, für Luxus, für Leben und leben lassen. Aber ich bin dagegen, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen, weil sie sich diese nicht mehr leisten können. Udn ich bin dagegen, in einer sterilen Stadt zu leben, die aussieht wie jede andere Großstadt. Mit eckigen Beton/Glasvitrinen für priviligierte Menschen. Um mal klarzustellen, dass ich mit Nichten einfach nur „Anti“ bin, gell.

Bin dann heim, meine Laterne hab ich da gelassen.

Und heute Abend war schön. Punkt.

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1 Antwort auf „Wenig Worte zum Abend“


  1. 1 Andreas Irmer 30. Juni 2011 um 13:41 Uhr

    Jetzt bin ich wehmütig….. das letzte mal war ich in der 7 vor circa 25 Jahren. Das waren tolle Stunden an einem Ort der immer seltener wird. Sozusagen eine Rarität.

    Ich fühle mich alt…. richtig alt…. :-)

    Gibt es in München oder Umkreis noch etwas ähnliches wie das 7?

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zwei − = eins