Gutenachtg’schichtn

Jetzt hab ich lang überlegt was mir heute gut gefallen hat. Und es ist mir glücklicherweise wieder eingefallen. Wir saßen heute in der Arbeit vor der Tür auf dem Boden. Seit wir umgezogen sind ist es wunderschön vor der Tür zu sitzen. Vögel zwitschern, man sieht den Himmel und Bäume. Und ich liebe Bäume. Große, kleine. Egal. Bäume sind toll. So kräftig und doch so verletzlich. Und so unterschätzt.

Bis um zwölf mit A. über Gott und die Welt geredet, müde gewesen, dann hellwach. Gut, Taxi gerufen „Folgen Sie unserem Instinkt, schnell!“ Backstage… und ich hab mir meine Impfdosis abgeholt – einmal jährlich maximum – weiß jetzt auch wieder warum ich da nie hingeh‘. MAl abgesehen von den rechten Tendenzen. So ein langweiliger Laden… immer wieder. Das All Area Ticket bestellt. Freunde gesucht, keine gefunden. Alle Areas durchsucht. Reagge war wie immer leer. „Goa“ voll mit grinsenden Menschen. Und auch nicht besser besucht. Der Knüller war dann „Metal/ NuMetal“. Sieben bis zwölf Menschen. H-Bloxx. Puh… raus. Endlich Freunde getroffen. Alle relativ breit. Aber alle gut drauf. Viel gelacht. Fein.

Wieder rein, schon wieder H-Bloxx! Ist denn das zu fassen, so gut waren die auch nicht! Zefix. Wieder raus. Meine Spezi wurde beäugt. „Du bist ja ganz hart drauf“… buhu, was für ein qualifizierter Kommentar. Also wäre ich beleidigt in der Ecke gestanden – zu was ich allen Grund gehabt hätte bei 12Euro Eintritt udn null Programm – hätte ich die Aussage verstanden, aber ich bin immer noch echt gut drauf. Und dann: Bon Jovi! „Ich geh da nicht wieder rein, das ist Blasphemie!“ Derweil wollte ich unbedingt bis zehn morgens durchhalten um das Gabber chill-out in der „Goa“ Area zu erleben. Wäre sicher ein netter Anblick gewesen.

Gut, doch nochmal rein, unter Protest. Tonic Water bestellt – die Karte für Antialk ist dort so winzig, dass ich mich anhand der Flaschen orientieren musste was es wohl alles gibt. Das Mädel holt ne Flasche Sprit aus der Kühlbox und ich plärr ihr übern Tresen zu, dass ich keinen Alk will. Erschütterte Blicke. Nun ja… das vorbereitete Glas mit dem Eis hat sie mir dann auch nicht gegeben. Schade auch.

Und irgendwie stell ich fest, Konzerte sind super. Teestuben sind super. Essen gehen ist super. Auf dem Sofa sitzen und über Gott und die Welt reden ist super. Aber das. Hm, interssiert mich nicht mehr.

Natürlich wurde ich gefragt, wenn auch mit einer Entschuldigung als Einleitung, ob ich..naaa… schwanger bin. „Nein, ich bin trocken.“ „Hä?“ „Ich bin trocken.“ „Hä?“ „Ich trink keinen Alkohol mehr.“ Schockschwere Not! „Wie lange schon?!“ „14 Monate.“ Kopfschütteln. „Ich würde nie aufhören zu trinken.“ Kann ich mit leben. Echt. *zwinker*

So, nach der „Metal“-Version von „Take on me“ der Heulsusen-Band A-ha dann die endgültige Flucht nach vorn. Waren immerhin tapfere drei Stunden. Auf ins Taxi. „i wui hoam“ Also nicht ganz, ich hab mit A’s Schlüssel geschnorrt. Der Taxler hat Gesprächbedarf. „Riecht’s hier nach Rauch?!“ „Nö“ „Ich riech das nämlich nicht“ Damit hätte ich leben können. Aber er erzählt mir, dass er seit einem Schädel-Hirn-Trauma kaum noch was riecht. Aber Wein kann er unterscheiden. Und das ist gut, denn er mag Wein. Ich versuche mich mit ihm zu unterhalten, aber er redet lieber als dass er zuhört. Also, lass‘ ich ihn reden. Später drückt er sich noch nen Pickel im Rückspiegel aus… 10.50.- später endlich daheim.

Spezibauch will jetzt fern gucken.

Gut‘ Nacht

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